Radtour durch die Rastatter alte und neue Industrie
Am 5.5.2024 führte bei anfänglichem Regen von der ehemaligen Zinssermühle, auf dem Gelände des heutigen Arbeitsamtes, in das Industriegebiet. Die ehemalige Birnbaumfurnierfabrik uns Schwarzfärberei Löffler und die heute noch stehende Villa des Gründers wurde den Teilnehmern gezeigt. Weiter ging es zur bedeutenden Waggonfabrik als ehemals größter Arbeitgeber in Rastatt. Vorbei am früheren Fahlbuschgeländer ging es zum Standort der ehemaligen Rechenmaschinenfabrik Schubert an deren Platz heute die Firma Ballerstedt Versiegelungen herstellt, dann zum Gebäude der früherem Thaleswerke im Blick auf die einstige Schuhfabrik Weill. Diese 1914 in Rastatt gegründete Firma, zuletzt Cronauer, war bis in die 70er Jahre ein bedeutender Arbeitgeber. Die Fabrikgebäude sind vollständig verschwunden, hier soll ein Dienstleisungszentrum entstehen. Von der ABA, dem Automatenhersteller in der Lochfeldstraße ging es in die Augustavorstadt, wo im Schwabengässchen noch Reste der Rastatter Herdfabrik stehen. Es gab zeitweise drei Herdproduzenten in Rastatt. Eine weitere stand auf dem heutigen Areal der Schlossgalerie, und die Firma Stierlen (-Maquet), die sich später auf medizinische Ausstattungen spezialisierte und als Nachfolgefirma Getinge noch heute besteht. Zurück ging es über die Lützowerstraße mit dem Hinweis auf die Militärartikelfirma von Adolf Niederbühl, der in Rastatt an der Gründung von vielen Vereinen beteiligt war und als Landtagsabgeordneter und Stadtrat politisch tätig war. Er ließ sich die schöne italienische Villa an der Ecke Markgrafenstrasse erbauen. zum Abschluss machte Irmgard Stamm einen Abstecher auf die Karlstraße mit Erläuterungen über die Firma Leitz, Hersteller optischer Geräte, in deren Gebäude sich heute das Stadtarchiv und eine Kindertagestätte befinden. Gegenüber liege das bis 2015 betriebene Dianawerk, dem bedeutenden Sport- und Jagdwaffenhersteller von Rastatt, dessen Gebäude mittlerweile leer stehen und au eine weitere Nutzung warten. Im Sockel erinnert noch ein Stein mit Inschriften an die Obermühle, an deren Stelle die Firma Mayer & Grammelspacher entstand.
