Radtour mit Karl Josef Fritz

Am 11.7 führte Karl- Josef Fritz , Ehrenvorsitzender des Historischen Vereines Rastatt den Dörflerverein zu den markanten Orten der Badischen Revolution 1848/ 49. Ausgehend vom Hopfenschlingel eines der Wagenhäuser führte die Tour in das Joffreareal mit teilweise restaurierten Kasernengebäuden sowie der Reithalle der ehemaligen Artillerieeinheiten. Auf die spätere Nutzung durch die französische Besatzungsmacht ging man ebenfalls ein. Der Gewerbekanal diente den Mühlen im Dörfel Gleissle und Zinsser als Energiequelle. Durch den Ludwigring radelte die Gruppe zur Oberen Stauschleusen brücke vorbei an der alten Greiservilla mit den Festungsresten im Keller. Am Karlsruher Tor wurde auf Bedeutung der 5 Tore der alten Festung das Niederbühler, Ottersdorfer, Kehler sowie das Rheintor hingewiesen. Durch die Roonstr mit den alten Festungsmauerresten fuhr die Gruppe über den Kulturplatz auf den Stadtfriedhof zum bombastischen Grab von Adolf Niederbühl , dem Gründer der GRO KAGE Rastatt und des Dörflervereines. Als Stadtrat und Mitglied des Landtages war er in Rastatt im politischen und gesellschaftlichen Leben stark involviert. Nach dem Ende des 1. Weltkrieges geriet seine Fabrik für Miltärbedarf in große Schwierigkeiten. Die Villa Niederbühl im Dörfel gehört noch heute zu den bedeutenden Sehenswürdigkeiten .
Am Röttererberg ist mit der Lünette 42 ein wertvolles Relikt aus der Festungszeit erhalten , gegenüber der evangelischen Johanneskirche gelegen. Die Rundfahrt führte durch das Zay am Carl Schurzbrunnen vorbei zum Denkmal für den Gesandtenmord im Jahr 1799. Carl Schurz seine Flucht aus Rastatt in den Revolutionswirren und das folgende politische Engagement in den USA wurden erläutert. Im Stadtpark an der Schliessbrücke vorbei endete die sehr informative Fahrt .
