125 Jahre Bürgerverein Ludwigvorstadt
Jahr 2022 stand für den Bürgerverein Ludwigvorstadt (Dörflerverein) ganz im Zeichen des 125-jährigen Jubiläums. Mehrere Veranstaltungen wurden vom Vorsitzenden Michael Lochbühler-Stamm und seinem rührigen Team angeboten und gut angenommen. Das Finale der Feierlichkeiten war nun die Jubiläumsgala in der Aula der August-Renner-Realschule.
Für den musikalischen Auftakt sorgten feierlich-beschwingt die Bläserklassen der Realschule unter der Leitung von Markus Mauderer. Gelungen auch die durchgehende musikalische Begleitung von Alleinunterhalter Marco Uhrig, der an seinem Keyboard Stimmung zauberte. Zahlreich fiel auch die Liste der Gratulanten zum 125-Jährigen im Publikum aus.
Darunter die Stadtspitze, vertreten durch Brügermeister Arne Pfirrmann. In seiner Rede bestätigte er dem Dörfelverein als ältestem der Rastatter Bürger- und Siedlerverein bei allem Wandel Beständigkeit sowie das wichtige Engagement im Ehrenamt. Nach dem Worten des Ersten Beigeordneten stellte Michael Lochbühler-Stamm fest: „Die Arbeit in Vereinen erfordert ein gemeinschaftliches Denken der Mitglieder und Verantwortungsgefühl für die Stadt.“ Und der Dörfler-Vorsitzende weiter mit einem historischen Zitat: „Wir stellen uns auf dem Standpunkt: ein gesunder Bürgerverein ist Macht, ein Fundament, auf das eine Stadtverwaltung bauen kann!“ Lochbühler-Stamm präsentiert den Anwesenden auch historische Ansichten im Hintergrund, die aus der Sammlung von Dörflervereinsmitglied Kurt Porttiez stammten. Dabei wurde der optische Wandel im Stadtteil Ludwigvorstadt deutlich. Michael Lochbühler-Stamm ließ die letzten 125 Jahre im Dörfel Revue passieren. Nach dem Schleifen der einengenden Festungswerk nach 1890 würdigt der derzeitige Vorsitzende nach dem Basismotor Adolf Niederbühl das Engagement der Dörfler. Die Bevölkerung gab ab 1988 Herbert Wursthorn den Beinamen, „Bürgermeister vom Dörfel“. Jahrzehntelang, engagiert für den Verein bis heute, stehen Lochbühler-Stamm, Gerhard Neuberth und Klaus Hüttlin sowie Hansjörg Müller zur Seite.
Stellvertrtend für das soziale Engagement in der Ludwigvorstadt wurde aktuell due Arbeit an der Karlschule von Sylvia Weimer-Hartmann gewürdigt. Die Schule hat mit ihren Integrationsprojekten Vorbildfunktion. Gewürdigt wurde von Lochbühler-Stamm auch das lebendige Stadtteilmagazin „Hallo Dörfel“, bei dem Brigitte Oser und Hansjörg Müller ganze Redaktionsarbeit leisten und viel Herzblut einbringt.
Anstatt einer Festschrift zum 125-Jährigen hatte sich der Vorstand des Dörflervereins entschlossen einen Band mit 100 Anekdoten von Hans Reuter Herauszugeben. „Der Honnes erzählt“ lautet der in der Jubiläumfeier zu erwerbende Titel der Anekdotensammlung. Aus der köstlich mundenden Lesung Reuters Zitat: „Wer im Dörfel geboren, ist vom Himmel erkoren!“ Der Andrang beim Signieren war entsprechend. „Der Honnes erzählt“ ist außer im Buchhandel bei den Vorstandsmitgliedern des Dörflervereins, bei der Centralapotheke Rastatt und im „Café am Schloss“ erhältlich.
Mit dem „Rallolied“, der heimlichen Hymne der Dörfler, klang die gelungene Dörfler-Jubiläumsfeier aus.
