Dörfler im Untergrund
Am 9.11.25 besuchten 20 Dörflerfreunde die Bastion 27 unterhalb der Gaststätte Marggraf, ehemals Türkenlouis. Darüber stand bis zur Zerstörung in 2. Weltkrieg die Carl Franz Halle des ehemaligen Brauereibesitzers Franz in Rastatt. Dr. Irmgard Stamm, die Vorsitzende des Historischen Vereins, erläuterte den Bau der Festung mit Festungswerken und Lünetten. Die Steine wurden von Eichelberg bei Bischweier mit einer Pferdeeisenbahn nach Rastatt transportiert. In Rastatt wurde mit den Befestigungen und Kasernen Platz für 5.000 Soldaten geschaffen. Geld für die Baukosten mussten von Frankreich als Reparation nach den Napoleonischen Kriegen geleistet werden. Nach der Fertigstellung waren die Festungsanlagen bereits militärisch überholt. Sie wurden in Verlauf der Badischen Revolution nach die Niederlage der Aufständischen von den Preußen als Gefängnis benutzt.
1890 wurde mit dem Abbau der Festung begonnen, damit konnte die Stadt expandieren und für die Firmen zusätzliche ndustriegebiete anbieten. Es folgte ein kolossaler wirtschaftlicher Aufschwung. Der 1. Weltkrieg und seine Folgen beendeten diese Entwocklung. In den Kassernen wurden Flüchtliche aus dem Elsass und Lothringen untergebracht. Viele noch vorhandene Villen aus der Kaiserzeit sind mit Festungssteine gebaut worden unf tragen zum Stadtbild bis heute bei.
Alle Teilnehmer waren von den umfangreichen Information beeindruckt und dankten Frau Dr Stamm für die vorzügliche Führung.




